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i.V.

Albert Wesker am 1.5.09 16:22, kommentieren

Part_1

Die TriCell Pharmazeutische Gesellschaft wurde von der Travis Familie im 19. Jahrhundert gegründet, und war ursprünglich eine Handelsgesellschaft genannt der Travis-Handel.
Seitdem hat es sich in Arzneimittel und Bodenschätze-Entwicklung ausgebreitet.
2008, Tricell's afrikanische Abteilung wird durch Excella Gionne geführt, deren Großmutter eine Travis war. Es ist unbekannt, ob, der offizielle Name der Agentur und der Organisation: Umbrellachemical.Inc, der Hauptrivale TriCells war.

okf-gmbh am 1.5.09 18:10, kommentieren

Weskers Report.2

Kapitel 1: Die weibliche Versuchsperson

31. Juli 1978 (Montag) Es war der Sommer vor 20 Jahren, und ich war gerade einmal 18 Jahre alt, als ich zum erste Mal hier war. Ich kann ihn immer noch riechen, den Gestank in der Luft, die von den Rotorblättern des Helikopters herum gewirbelt wurde. Aus der Luft sah das Anwesen ziemlich normal aus, aber am Boden hatte es etwas furchteinflößendes… William Birkin, zwei Jahre jünger als ich, interessierte sich für nichts als die Forschungsdateien die er ständig las. Erst zwei Tage zuvor waren wir hierher versetzt worden. Es war derselbe Tag, an dem sie entschieden hatten, das Trainingszentrum zu schließen, zu dem wir gehörten. Alles könnte von Anfang an so geplant gewesen sein, aber vielleicht war es auch nur purer Zufall. Nur Spencer kennt die Wahrheit… Hier, im Arclay-Loboratorium, war Spencers persönliche Basis für die „T-Virus“ Forschung.

Als wir aus dem Helikopter sprangen, sahen wir schon den Manager des Labors am Lift auf uns warten. Ich kann mich nicht mal mehr an den Namen von dem Typen erinnern. Sein offizieller Titel war mir auch völlig egal, denn von diesem Tage an gehörte das Labor nur noch Birkin und mir. Wir hatten die volle Autorität als Chef-Entwickler bekommen. Das war natürlich Spencers Wille gewesen. Wir waren die Auserwählten.

Wir ignorierten den Labor Manager und betraten den Lift, ich mir am Vortag eine Karte von dem Gebäude besorgt und gut eingeprägt. Birkin wollte nicht wirklich anstößig sein, dennoch hatte er nie Zeit für andere. Länger als 5 Sekunden mit uns zusammen zu sein, hätte wohl die meisten Leute wütend gemacht. Wie dem auch sei, der Labor-Manager zeigte keinerlei Reaktion. Als egoistischer junge Mann, der ich damals war, nahm ich keine Notiz von seiner Unterreaktion. Ich tanzte nach Spencers Pfeife und der Labor-Manager wusste besser als ich Bescheid über dessen Willen und handelte entsprechend. Als wir im Lift waren, konzentrierte sich Birkin immer noch auf die Papiere. Sie enthielten detaillierte Informationen über Ebola, ein Philovirus, das zwei Jahre zuvor in Afrika entdeckt worden war. Auch noch heute forschen viele Leute aus aller Welt an Ebola. Allerdings gibt es zwei völlig verschiedene Gründe dafür. Die eine Seite forscht an dem Virus, um Menschenleben zu retten während die andere weitaus unheilvollere Gründe habt.

90 % der mit Ebola infizierten Personen sterben. Einmal infiziert, zerstört das Virus die physische Struktur des Körpers in nur 10 Tagen. Es gibt keine Heilmittel und keine Aussicht auf Besserung. Die Wirkung von Ebola als Biowaffe hätte unvorstellbar schreckliche Folgen. Natürlich war das Einsetzen von Bio-Waffen schon lange verboten, so dass es illegal gewesen wäre, das Potential des Virus als Bio-Waffe zu testen. Es ist aber durchaus legal zu erforschen, wie sich das Virus aufhalten lässt, wenn es durch andere als Waffe eingesetzt wird.

Es ist nur ein winzig kleiner Schritt von der einen Perspektive zur anderen - praktisch gesehen gibt es überhaupt keinen Unterschied, da man zuerst erforschen muss, wie man das Virus als Waffe einsetzt um herauszufinden, wie man es dann wieder aufhalten kann. Das heißt, man behauptet einfach, man forsche an der Vorsorge und Heilung während das wahre Ziel das genaue Gegenteil ist.

Wie dem auch sei, Birkin war weder an dem einen noch an dem anderen Weg interessiert, da dieses Virus zu viele Schwächen besaß. Erstens: Es stirbt ab, sobald es in Kontakt mit Sonnenlicht kommt und kann daher außerhalb des Körpers nur ein paar Tage überleben. Zweitens: Das Virus hat nicht genug Zeit, seinen nächsten Wirt zu befallen, da es seinen momentanen Wirt zu schnell tötet. Drittens: Das Virus wird nur durch Körperflüssigkeiten übertragen und ist somit recht einfach abzuwehren. Wie auch immer, man bedenke: Was wäre, wenn die infizierte Person aufstehen und laufen könnte? Und was, wenn diese Person instinktiv den direkten physischen Kontakt mit nicht infizierten Personen suchen würde?

Das Ebola-Gen gehört zu den RNA-Genen. RNA-Gene besitzen die Fähigkeit, menschliche Gene zu mutieren, und was wäre, wenn diese Mutation dem Menschen eine Art "Unsterblichkeit" verleihen würde? Diese Kreatur wäre eine "Menschliche Biologische Waffe" - im Grunde genommen tot als Mensch, dennoch in der Lage, weitere Menschen zu infizieren, so lange der mutierte Teil noch aktiv ist und ihn am Leben erhält…

Es war pures Glück für uns, dass das Ebola-Virus nicht solche negativen Eigenschaften an den Tag legte. Somit hatten wir dieses "spezielle Ebola" mit seinen besonderen Eigenschaften für uns ganz allein.

Nun, die Organisation um Spencer arbeitete an der Herstellung dieser lebendigen Waffe… Offiziell lief sie als pharmazeutische Firma, spezialisiert auf Erforschung und Heilung dieses Virus, aber in Wirklichkeit war es nichts anderes als eine Fabrik zur Produktion von biologischen Waffen. Die Entdeckung des "Founder Virus", welches Gene modifizieren kann, schien die Geburt des ganzen Projektes gewesen zu sein. Aber um aus diesem "Founder Virus" tatsächlich eine "Menschlich Biologische Waffe" herzustellen, war es nötig, eine Variante mit zusätzlichen Besonderheiten zu erschaffen. Das war das "T-Virus-Projekt".

Das "Founder Virus" ist ein RNA-Virus. RNA-Viren sind bekannt für ihre Tendenz zur Mutationen. Dies erlaubt uns, Veränderungen an ihm vorzunehmen und seine Eigenarten zu verstärken. Birkin fragte sich, ob es möglich war, das Ebola-Gen mit dem mutierten "Founder Virus" zu kombinieren, um dessen Eigenschaften zu verbessern. Die Probe des Ebola-Virus war bereits im Labor angekommen. Und aus diesem Grunde waren wir nun hier.

Nachdem wir von Lift zu Lift gewechselt hatten, erreichten wir den Hochsicherheitsbereich des Labors. Und sogar Birkin erhob erstaunt den Blick von seinem Report als wir „Sie“ (Lisa Trevor) zum ersten Mal sahen…

Wir wussten rein gar nichts über sie. Sie war das größte Geheimnis dieses Labors, und ihre Daten hatten dieses Anwesen niemals verlassen. Die Aufzeichnungen zeigten, dass sie von Anfang an hier war, seit das Institut gegründet wurde. Sie war jetzt 25 Jahre alt. Niemand hier wusste, wer sie war oder warum sie hier war. Sie war die menschliche Versuchsperson, an der das T-Virus entwickelt wurde. Das Experiment hatte am 10. November 1967 begonnen. Sie hatte über 11 Jahre lang die verschiedendsten Viren injiziert bekommen.

Birkin murmelte irgend etwas… War das ein Fluch? Oder ein Gebet? Wir hatten jedenfalls verstanden, dass es jetzt keinen Weg merh zurück gab. Wir mussten die Forschungen zu einem erfolgreichen Ende bringen oder wir würden hier genauso verrotten wie dieses verlorene Mädchen. Wir hatten keine Wahl. Dennoch…. ihr bloßer Anblick - sorgfältig und straff festgezurrt auf einem völlig verdreckten Krankenbett - bewirkte etwas in unserem Gewissen. War das Teil von Spencers Plan?

 

 

Kapitel 2: Alexia

27. Juli 1981 (Sonnabend) (3 Jahre nach dem letzten Report)

"Heute ist ein 10 Jahre altes Mädchen zur Senior-Forscherin des Südpol-Laboratoriums ernannt worden. Ihr Name ist Alexia Ashford." Ich war zu der Zeit 21 Jahre alt und Birkin gerade 19. Das Gerücht über diese Alexia als neue Chefin am Südpol beherrschte die Gespräche unter den Arclay-Forschern, es verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Der Name "Ashford" war legendär unter den älteren Mitarbeitern, die lang genug bei UMBRELLA gewesen waren, um sich an ihn zu erinnern. Wann immer die Forschungsarbeiten an einem toten Punkt angelangt waren, hörte man sie sagen: "Wenn nur Dr. Ashford noch leben würde…" Uns sagte dies damals noch nicht sehr viel.

Vermutlich war dieser Dr. Edward Ashford ein großartiger Wissenschaftler des ersten Forschungsteams gewesen, welches das "Founder Virus" erschaffen hatte, und auch Mitbegründer des "T-Virus"-Projektes. Wie dem auch sei, Dr. Ashford war kurz nach der Gründung von UMBRELLA gestorben. 13 Jahre waren seit dem vergangen.

Warum erwartete man hier eigentlich so viel von den Ashfords? Tatsache war, dass das Südpol-Labor, welches nach des Dr. Edward Ashfords Tod von seinem Sohn Alexander gegründet worden war, bisher keinerlei Resultate vorzeigen konnte. Somit konnte wohl auch nicht sehr viel von des Doktors Enkelin Alexia erwartet werden. Und dennoch, von diesem Tag an sagten unsere albernen Untergebenen: "Wenn nur Miss Alexia hier wäre!"

Es schien, als gäbe es kein Potential für Zukunftsentwicklungen in diesem Labor, solange wir diesen Haufen von Idioten als Mitarbeiter hatten, die Menschen offensichtlich nur nach ihrer Abstammung beurteilten. Diese primitiven Narren konnten niemals die Initiative ergreifen und würden ihr armseliges Leben lang kleine, unbedeutende Forscher bleiben. Ihrer eigenen Meinung nach standen sie bereits mit einem Bein im Grab.

Aber ich war anders. Ich konnte die richtigen Entscheidungen treffen. Wenn ich als Chef-Entwickler emotionale Einflüsse hätte zählen lassen, dann hätte sich die Entwicklung des "T-Virus" noch wesentlich mehr verzögert. Um zu Ergebnissen zu kommen, musste jemand gefasst bleiben und unter allen Umständen vernünftige Entscheidungen treffen. Und dieser jemand war ich.

Und dann hatte ich plötzlich eine Idee: Der Erfolg unserer Forschung könnte darin liegen, eine vernünftige Verwendung für diese "antiken Gentlemen" zu finden… Da sie sowieso jeden Moment tot umfallen konnten, wären sie nicht von deutlich größerem Nutzen, wenn man sie für ein paar "Experimente" einsetzen würde, bevor sie von ganz allein das Zeitliche segneten? Die Aufgabe des Managements ist es schließlich, alles und jeden für den Erfolg des Projektes heranzuziehen. Aber Birkin wurde über diesen Gedanken sehr ärgerlich… Auch seine Reaktion auf die Alexia-Gerüchte war so rührend.

Obwohl er es niemals gesagt hatte, ich wußte, dass es es ihn vor Stolz platzen ließ, mit nur 16 Jahren der jüngste Chef-Entwickler aller Zeiten geworden zu sein. Und Alexia, dieses 10jährige Mädchen im Südpol-Labor, hatte nun seine symbolische Trophäe in nutzlose Stücke zerschlagen. Es muss das erste Mal gewesen sein, dass er sich geschlagen gefühlt hatte. Birkin würde niemals jemanden akzeptieren können, der jünger als er war, einen großen Namen hatte und auch noch weiblich war.

Und es war unvorstellbar, dass ER, William Birkin, an einen so weit entfernt gelegenen Ort versetzt werden sollte, wo seit Ewigkeiten keinerlei Erfolge erzielt worden waren! Nach all der Zeit war er immer noch ein Kind… Aber so unreif er auch war, er musste sich zusammennehmen!

Über die letzten 3 Jahre hatte unsere Forschung die zweite Stufe erreicht. Zu dieser Zeit erreichte der "T-Virus" die benötigte Stabilität zur Erschaffung von "lebenden Bio-Waffen" - besser bekannt als Zombies.

Aber das Virus würde niemals in der Lage sein, das menschliche Genom zu 100 % zu verändern. Es gab zwar Kompatibilitäten zwischen dem Virus und den Genen, doch es hatte einfach niemand die exakt passenden Gene. Etwa 10 % der Menschheit würde mit dem Leben davonkommen, also die Krankheit nicht entwickeln, selbst wenn ein Zombie sie mit dem Virus infizieren würde. Es gab nichts, was wir in dieser Sache tun konnten, egal wie sehr wir es versuchten. Eine Erfolgsquote von 90 % war nachweislich gut genug, um als biologische Waffe tauglich zu sein, doch Spencer schien damit nicht zufrieden zu sein. Unser Boss wollte eine "stand-alone" Waffe, die die gesamte Bevölkerung auslöschen konnte. Nur…. Wozu?

Im Grunde genommen liegt der eindeutige Vorteil von biologischen Waffen in den geringen Entwicklungskosten. Doch unsere „lebendige Bio-Waffe“ begann langsam, ziemlich teuer zu werden. Spencer hätte diesen Weg niemals eingeschlagen, wenn er den finanziellen Erfolg gesucht hätte, denn hätte man unsere Ergebnisse zur Nutzung in Verbindung mit herkömmlichen Waffen hergestellt, hätte man anständig Profit machen können. Aber an diesem Punkt weiter und weiter zu forschen, um eine "stand-alone Ausrottungswaffe" zu erschaffen, machte absolut keinen wirtschaftlichen Sinn.

Warum ignorierte Spencer weiterhin konsequent die Kosten? War es sein Ziel, die gestammte Kriegsindustrie zu monopolisieren, indem er sämtliche Konzepte der Kriegsführung auf den Kopf stellte? Vielleicht konnte ich ihn dann doch ein wenig verstehen… Ich wusste immer noch nicht, was seine wahren Absichten waren.

Unabhängig von Spencers Absichten arbeitete Birkin wie besessen daran, eine „Lebende Bio-Waffe“ mit Schwerpunkt "verbesserte Kampffähigkeiten" zu entwickeln. Er versuchte dies, indem er nicht nur menschliche Gene veränderte sondern zusätzliches Erbgut von anderen Lebewesen hinzufügte. Diese rücksichtslos kämpfenden „Lebenden Bio-Waffen“ würden alle Menschen töten, einschließlich derjenigen, die kugelsichere Westen oder Kampfanzüge für biologische Kriegsführung trugen und auch die Menschen, die dem Tod durch Infektionen entkommen waren. Diese brutalen Kreaturen wurden später als "Hunter" bekannt.

Dann mussten diese Experimente für eine Weile auf Eis gelegt werden, um die Versuchspersonen vor Birkin zu schützen. Birkin, den dieser grundlose Hass gegen Alexia quälte, hatte begonnen, sich äußerst eigenartig zu benehmen.

Immer wieder arbeitete er ganze Nächte hindurch und wiederholte desorganisierte Experimente, eines nach dem anderen. Ich und meine Leute mussten die Daten so schnell wie irgend möglich sammeln und verzeichnen, bevor uns die Versuchspersonen wegstarben. Doch mit Birkins Geschwindigkeit konnten wir bald einfach nicht mehr mithalten. Der Manager des Labors lieferte unaufhörlich neue Versuchspersonen, als ob das nichts wäre, aber bei Birkins Verschleiß überlebten auch diese nicht lange. Es war die Hölle.

Aber "Sie", Lisa Trevor, die erste Versuchsperson überhaupt, überlebte diese Hölle immer und immer wieder… Sie war nun 28 Jahre alt und hatte bereits 14 Jahre ihres Lebens in diesem Labor verbracht.

Die unzähligen Injektionen des "Founder Virus" über diese letzen 14 Jahre und deren Auswirkungen konnten jedoch von ihren Gehirnzellen nicht viel übrig gelassen haben. Wenn ihr dennoch auch nur ein Funken klarer Verstand geblieben war, wäre der TOD ihr einziger Wunsch gewesen. Doch sie lebte weiter. Warum war sie die einzige, die dieses Martyrium überleben konnte? Die Experimentaldaten unterschieden sich nicht wesentlich von denen aller anderen Versuchspersonen. Wir würden noch viel Zeit brauchen, um die Antwort auf diese Frage zu finden.

 

 

Kapitel 3: Alexias Tod

31. Dezember 1983 (2 Jahre nach dem letzten Report)

Mein sechster Winter im Arclay-Labor. Zwei nahezu völlig sinnlose Jahre waren vergangen, ohne positive Erfolge verzeichnen zu können, aber jetzt war der Wendepunkt endlich erreicht! Der Auslöser war ein Bericht gewesen, den wir an diesem Morgen empfangen hatten. Alexia war gestorben!

Es hieß, dass sie sich versehentlich mit dem von ihr selbst entwickelten T-Veronica-Virus, infiziert hatte… Zu dieser Zeit war Alexia erst 12 Jahre alt und damit definitiv viel zu jung, um derart gefährliche Forschungen zu betreiben…

Das Gerücht ging um, Alexia hätte sich absichtlich mit dem Virus infiziert, aber das schien doch ziemlich unwahrscheinlich. Viel wahrscheinlicher war es, dass sie den frühen Tod ihres Vaters, Alexander Ashford, vor einem Jahr noch immer nicht verwunden hatte und aus Unkonzentriertheit einen Fehler machte.

Nach Alexias Tod wurden die Forschungsarbeiten im Südpol-Labor von ihrem Zwillingsbruder Alfred übernommen, ihr einziger noch lebender Blutsverwandter. Aber niemand erwartete irgendwelche weltbewegenden Resultate von ihm. Die Reihe der Ashford-Familie schien nun so gut wie ausgestorben zu sein, ohne jemals etwas Bemerkenswertes entwickelt zu haben. Wie ich es erwartet hatte, schien die Legende um diese Familie nicht mehr zu sein, als eben eine Legende.

Aber Alexias Tot veränderte Birkins Bewußtsein – oder sollte ich besser sagen, verwandelte ihn zurück in die Person, die er einst gewesen war. Ein Hauptfaktor in Birkins psychologischer Gesundung war, dass die mit ihm arbeitenden Forscher anfingen, ihm mehr Respekt entgegenzubringen. Nach Alexias Tod gab es niemanden mehr, der mehr Potential hatte als er. Dennoch, in seiner Gegenwart über Alexia zu sprechen, war nach wie vor ein Tabu.

Birkin war strikt dagegen, dass ich versuchen wollte, eine Probe des T-Veronica-Virus zu bekommen… Also unterließ ich es vorläufig. Ich musste auf eine bessere Gelegenheit warten, um die Wahrheit über Alexias Forschungen herauszufinden. Auch die Tatsache, dass Alexia tot und Birkin nun wieder in einer viel stärkeren Position war, ließ ihn nicht vernünftig werden. Wie dem auch sei, in diesen Tagen musste ich mich viel größeren Problemen zuwenden.

Das Arclay-Labor befand sich im Zentrum einer Bergregion, umgeben von nichts als tiefen Wäldern. Während meiner Zeit dort ging ich oft hinaus, um spazieren zu gehen, habe aber nie eine Menschenseele dort draußen getroffen. Ein Helikopter war in der Tat der einzige Weg, dieses Areal zu erreichen, wodurch es unerreichbar für Unbefugte wurde. Diese absolute Abgelegenheit und die relativ geringe Anzahl von Beschäftigten waren wichtige Faktoren für das Institut gewesen, um das Potential eines Desasters bei einem eventuellen Ausbruch des Virus so gering wie möglich zu halten.

Aber biologische Waffen sind nicht so simpel wie man glauben mag. Die Viren würden nicht nur Menschen befallen. Und kein Virus befällt nur einen einzigen Träger.

Zum Beispiel kann das Grippe-Virus neben Menschen auch Vögel, Schweine, Pferde und sogar Seelöwen befallen. Es wird noch komplizierter, wenn nicht alle Spezies einer Familie infiziert werden können. Zum Beispiel könnten Enten und Hühner von einer Virusart befallen werden, aber nicht die anderen Vogelarten. Weiterhin könnte dasselbe Virus - abhängig von seinen Varianten - verschiedene Träger befallen. Es ist unmöglich, alle Träger von auch nur einem Virus zu kennen.

Das größte Problem war die hohe Anpassungsfähigkeit des "T-Virus". Während Birkin nicht viel zustande brachte, hatte ich die Möglichkeit einer Sekundär-Infektion durch das T-Virus studiert.

Ich fand heraus, dass das T-Virus von nahezu allen Spezies angenommen wird. Nicht nur von Menschen und Tieren, sondern auch von Pflanzen, Insekten und Fischen. Fast jede Lebensform dieser Erde hat das Potential, das T-Virus aufzunehmen, zu vervielfachen und zu verbreiten.

Während ich ganz allein durch die Wälder streifte, fragte ich mich oft, warum Spencer ausgerechnet diesen Ort gewählt hatte. In diesen Wäldern gab es unzählige der verschiedensten Lebewesen. Was würde passieren, wenn das Virus freigesetzt würde und in Kontakt mit einem möglichen Träger käme? Wenn es Insekten wären, würde es aufgrund ihrer Größe vermutlich keine größere Sekundär-Infektion geben. Aber Insekten können sich enorm vermehren und bewegen sich in weitem Radius. In diesem Falle, wie schnell und wie weit würde sich das Virus verbreiten? Angenommen, es handelt sich um Pflanzen. Hier mag es zunächst so scheinen, dass die Möglichkeit einer Massen-Infektion gering wäre, da sich Pflanzen nicht fortbewegen. Aber was ist mit ihren Pollen?

Dieser Ort war zu gefährlich. Wenn man es so betrachtete, machte es durchaus Sinn, dass die Ashfords den Südpol als Standort für ihr Labor gewählt hatten. Im Gegensatz dazu, schien dieser Ort geradezu dafür ausgewählt worden zu sein, das Virus zu verbreiten. Aber das konnte doch nicht wahr sein, oder etwa doch? Was wollte Spencer von uns?

Diese Gedanken waren zu gefährlich, um sie mit irgend jemandem im Labor zu teilen. Die einzige Person, an die ich möglicherweise wenden konnte, war Birkin. Leider es war offensichtlich, dass es keine Möglichkeit gab, mit ihm darüber zu sprechen. Was ich brauchte, waren mehr Informationen, aber woher? Zu dieser Zeit begann ich zu begreifen, dass ich die Grenzen meiner Fähigkeiten als Forscher nahezu erreicht hatte.

Um Spencers wahre Absichten herauszufinden, musste ich eine Position übernehmen, die mir Zugang zu den Informationen ermöglichte, die ich benötigte. Ich hätte nicht gezögert, meine derzeitige Position aus diesem Grunde jetzt und sofort aufzugeben. Aber ich wollte nicht zu hastig vorgehen, denn wenn Spencer Zweifel an meinen Motiven gehabt hätte, wäre das Spiel aus gewesen, bevor es überhaupt begonnen hatte.

Ich konzentrierte mich also weiterhin auf Birkin und die Forschungen und hütete mich davor zu verraten, womit sich meine Gedanken in Wirklichkeit beschäftigten. Während wir intensiv weiter arbeiteten, hatten wir Lisa, die weibliche Versuchsperson, schon fast vergessen. Sie war ein Fehler, ohne Nutzen, doch sie lebte immer noch. Wir nannten sie "einen Fehler", weil sie keine brauchbaren Daten lieferte.

Bis wir 5 Jahre später jenes Experiment durchführten…

Kapitel 4: Nemesis

1. Juli 1988 (Freitag) (5 Jahre nach dem letzten Report)

Es war unserer 11. Sommer im Arclay-Labor, ich war jetzt 28 Jahre alt.

Birkin war Vater geworden. Er hatte ein mittlerweile 2jähriges Mädchen, Sherry, die Mutter Annette ebenfalls Forscherin im Arclay-Labor. Es war schwer zu glauben, dass sie in der Lage waren, zu heiraten und ein Kind auf die Welt zu bringen, während beide HIER arbeiteten. Andererseits, gerade weil Birkin nicht normal war, konnte er seine Forschungen fortsetzen. Nur ein Verrückter konnte hier erfolgreich sein…

Nach 10 Jahren hatte unsere Forschung endlich die dritte Stufe erreicht. Eine hoch entwickelte, intelligente "kämpfende Bio-Waffe", die programmierte Befehle ausführen würde wie ein bis zur Perfektion ausgebildeter Soldat. Dies war das Monster, das wir zu erschaffen versuchten. Wir nannten es "Tyrant".

Doch Menschen, die für die genetische Verwandlung zum Tyranten geeignet schienen, waren extrem selten. Das liegt in der Natur des "T-Virus". Diese Variante des "T-Virus", welche das Ideal zu Erschaffung von Zombies und Huntern darstellte, funktionierte zwar bei den meisten Menschen, aber sie besaß den inakzeptablen Fehler, dass es die Gehirnzellen seiner Opfer zu schnell zerstörte.

Um den Träger in einen Tyranten umzuwandeln, mussten wir seine Intelligenz auf einem gewissen Niveau halten. Zur Lösung dieses Problems arbeitete Birkin an einer Variante, welche nur eine geringe Schädigung des Gehirnes hervorrief, wenn sie perfekt zum genetischen Code des Trägers passte. Allerdings, Menschen mit genau dieser genetischen Übereinstimmung waren extrem selten…

Eine Simulation des genetischen Analyse-Teams ergab, dass sich nur ein einziger von zehn Millionen infizierten Menschen in einen Tyranten verwandeln würde, alle anderen würden schlicht zu Zombies mutieren. Es wäre sicherlich möglich gewesen, eine fortschrittlichere Variante des „T-Virus“ zu entwickeln, die mehr Menschen zu Tyranten machen würde, aber dafür benötigten wir zuerst einmal ausreichend Versuchspersonen mit einer perfekten Übereinstimmung für diese neue Variante.

Aber wie gesagt, die Wahrscheinlichkeit, an solche Versuchspersonen zu kommen, war niederschmetternd gering, denn selbst auf dem gesamten nordamerikanischen Kontinent würden sich im Höchstfall nur ca. 50 solcher Exemplare überhaupt befinden. Nun, tatsächlich konnten wir selbst unter größten Anstrengungen nur ein paar wenige Menschen dieser Art auftreiben, die zudem auch nur eine ungefähre Übereinstimmung aufwiesen.

Zum ersten Mal seit Beginn unserer Forschungen waren wir an einem völlig toten Punkt angelangt.

Und dann wurde uns das Gerücht zugetragen, dass ein europäisches Labor an der Entwicklung einer "lebenden Bio-Waffe" der 3. Generation arbeitete… Es war das "Nemesis-Projekt".

Diesmal handelte ich schnell, um eine Probe davon zu bekommen. Natürlich war Birkin wieder dagegen, aber irgendwie schaffte ich es, ihn zur Zustimmung überreden. Wir brauchten dringend etwas, das wir als weitere Basis nutzen konnten. Er musste akzeptieren, dass unsere Forschungen am Ende waren, bis wir die perfekt passende Versuchsperson gefunden hätten. Und das tat er auch.

Ein paar Tage später dann erreichte uns in tiefster Nacht endlich ein Packet aus Übersee. Nach einer längeren Reise über viele Umwege war "es" heil und unversehrt in einer kleinen, unscheinbaren Holzkiste auf dem Helikopterplatz der Anlage abgesetzt worden.

"Nemesis Prototyp" stand in großen Lettern auf der Kiste.

Wir hatten wahrlich einige Hebel in Bewegung gesetzt, das französische Labor dazu zu bringen, uns ihre Arbeit zukommen zu lassen, aber ohne Spencers Unterstützung hätte es nicht funktioniert.

Birkin zeigte absolut kein Interesse an Nemesis, aber wenigstens sah er ein, wie wichtig dieses Experiment für unsere eigene Arbeit war.

Diese "Waffe" basierte nämlich auf einer brandneuen Idee. Die Grundlage für eine nahezu unbesiegbare Kampfmaschine, erzeugt durch genetische Mutation - das war Nemesis.

Tatsächlich handelte es sich um einen Parasiten, der durch genetische Veränderungen mit Intelligenz versehen wurde, allerdings ohne die Fähigkeit, selbstständig Entscheidungen treffen zu können. Sobald sich dieser Parasit im Gehirn eines anderen Lebewesens eingenistet hatte, übernahm er die volle Kontrolle über dessen Geist und Körper und verlieh ihm seine hoch entwickelten Kampffähigkeiten.

Verwirklicht wurde dieses Projekt dadurch, Intelligenz und biologischen Körper für den Kampf einzeln anzubieten und sie dann zu kombinieren, um eine "lebende Bio-Waffe" herzustellen. Wenn das erfolgreich war, brauchten wir uns keine Gedanken mehr über die Probleme zu machen, die wir uns zuvor ausgerechnet hatten…

Doch es gab auch hier ein Problem. Der Parasit nistete sich in seinem Wirt nicht immer auf die Art ein, die wir uns wünschten. In dem Untersuchungsbericht, der der Probe angeheftet war, sahen wir nichts als eine lange Liste von Todesfällen.

Die Wirte überlebten gerade mal 5 Minuten, nachdem Nemesis die Kontrolle über ihre Gehirne übernommen hatte. Aber wir wussten bereits, dass auch ein unfertiger Prototyp extrem gefährlich sein würde. Wenn wir es schafften, das Überleben des Wirtes sicherzustellen, dann durften wir hoffen, die Führung im "Nemesis-Projekt" zu übernehmen. Das war mein Ziel.

Natürlich plante ich sofort, Lisa, die weibliche Versuchsperson, einzusetzen. Mit ihrer abnormalen Überlebensfähigkeit könnte sie den Nemesis-Prototypen eine lange Zeit in sich tragen. Und auch wenn dieser Versuch scheitern sollte, hatten wir nichts verloren. Wie dem auch sei, unsere Experimente nahmen nun eine unerwartete Wendung.

Wir verloren Nemesis an Lisa, als er versuchte, in ihr Gehirn einzudringen. Zunächst konnten wir nicht verstehen, wie das geschehen konnte. Niemals hätten wir gedacht, dass SIE den Parasiten übernehmen würde und nicht umgekehrt! Das war der Anfang.

Ihren vorherigen Zustand hätte man ruhig als sinnlos dahinvegetierende Kreatur bezeichnen können, mehr tot als lebendig, doch als Nemesis in sie eintrat, schien eine Reaktion zu passieren, etwas in ihr begann zu erwachen… Wir mussten sie dringend noch einmal gründlich untersuchen. Während der letzen 10 Jahre war sie bis ins kleinste Detail überprüft worden, doch wir hatten entschieden, die alten Daten einfach zu ignorieren und ganz von vorn zu beginnen. Nach unendlich vielen Untersuchungen und Tests hatte Birkin schließlich begriffen, was passiert war. Definitiv existierte etwas in ihr.

Was auch immer es war, es führte über das eigentliche "T-Virus" Projekt weit hinaus und zeigte uns eine völlig neue und andere Möglichkeit auf.

Das war der Beginn des Projektes "G-Virus", welches all unsere urspünglichen Ziele verändern sollte…

 

 

Kapitel 5: G-Virus

31. Juli 1995 (Montag) (7 Jahre nach dem letzten Report)

Es war wieder Sommer und 17 Jahre her, seit ich diesen Ort zum ersten Mal besucht hatte. Wann immer ich dort ankomme, erinnere ich mich an den Geruch des Windes an diesem Tag. Nichts hatte sich seitdem verändert, weder die Gebäude noch die Umgebung. Ich konnte Birkin, der bereits vor mir angekommen war, am Helikopterlandeplatz stehen sehen. Ich hatte ihn seit langer Zeit nicht gesehen. 4 Jahre waren vergangen, seit ich das Arclay-Labor das letzte Mal verlassen hatte.

Zu der Zeit als Birkins "G-Virus"-Projekt genehmigt worden war, hatte ich mich um eine Versetzung in das Informationsbüro beworben und war sofort akzeptiert worden. Es muss allen Beteiligen ganz normal erschinen sein, dass ich meine Kariere als Forscher aufgegeben hatte und umsatteln wollte. Tatsächlich ging das "G-Virus" Projekt weit über meine Fähigkeiten hinaus. Selbst wenn ich keinen Grund gehabt hätte, Spencers wahre Absichten herauszufinden, so wusste ich doch, dass ich meine Grenzen als Forscher nunmehr endgültig erreicht hatte.

Trotz des orkanartigen Windes, den der Helikopter machte, erhob Birkin niemals seinen Blick von seinen Forschungsunterlagen. Obwohl es offensichtlich war, dass er Arclay noch immer regelmäßig besuchte, arbeitete er nicht mehr in dieser Anlage.

Birkin war einige Zeit zuvor in ein riesiges, unterirdisches Laboratorium in Raccoon City versetzt worden. Dort war die Basis für die Arbeiten am „G-Virus“ Projekt, welches von ihm selbst und nur von ihm geleitet wurde.

Noch 4 Jahre vorher hätte ich niemals gedacht, dass Spencer dem "G-Virus" Projekt zustimmen würde, weil es nur auf einer Vermutung basierte und vom eigentlichen Konzept einer biologischen Waffe abwich.

Der grundsätzliche Unterschied zwischen dem „G-Virus“ und dem „T-Virus“ ist, dass der infizierte Organismus selbständig weiter mutiert. Weil ein Virus die ungeschütze Form eines Genes ist, mutiert es sehr leicht. Eine Mutation kann beispielsweise passieren, wenn das Virus alleine ist, sich aber in einem anderen Organismus befindet… Aber das ist eine andere Geschichte.

Ein Gen in einem Körper mutiert dagegen nur schwer, auch wenn seine Struktur von einem Virus verändert wurde, außer unter bestimmten äußeren Einflüssen, wie z.B. radioaktiver Strahlung. Wie dem auch sei, ein Organismus, der mit dem „G-Virus“ infiziert wurde, mutiert auch ohne äußere Einwirkung immer weiter, bis zu seinem Tode.

Dieselben Eigenschaften existieren im "T-Virus".

Als wir die "lebende Bio-Waffe" in verschiedenen Situationen beobachteten, stellten wir einige genetische Veränderungen fest, die durch ein aktiviertes Virus in dessen Körper ausgelöst wurden. Allerdings, im Falle des „T-Virus“ waren immer äußere Einflüsse nötig, um die Rekombinationen auszulösen, und die Resultate waren immer nahe an dem, was wir erwarteten.

G-infizierten Organismen fehlte diese Vorhersagbarkeit jedoch völlig.

Niemand konnte vorhersehen, wie es sich rekombinieren würde, und was wir auch versuchten, um diesen Prozess aufzuhalten, es mutierte immer weiter, es machte unsere Manipulation völlig wertlos.

7 Jahre zuvor hatte Birkin Anzeichen dieses Effektes in der weiblichen Versuchsperson gefunden. Äußerlich hatte sie sich nicht verändert, aber innerlich veränderte sie sich stetig und blieb am Leben, indem sie mit all den experimentellen Viren, die sie bekommen hatte, verschmolz und coexistierte. Die 21 Jahre der inneren Mutation hatten sie soweit entwickelt, dass sie den Nemesis-Parasiten "akzeptieren" konnte.

Das "G-Virus" Projekt bestand nun darin, diese Abnormalität zum absoluten Limit zu treiben.

Doch das Resultat dieses Projektes konnte entweder die Evolution des perfekten Organismus sein oder aber seine totale Zerstörung. Kann man das eine Waffe nennen? Warum hatte Spencer diesem Projekt zugestimmt?

Obwohl ich nun schon 4 Jahre beim Informationsbüro war, konnte ich seine Motive immer noch nicht einschätzen. Und jetzt kam Spencer nicht einmal nach Arclay. Als ob er vorher gesehen hätte, das hier etwas passieren würde.

Das Bild von Spencer verschwand aus meinem Kopf wie eine Fatamorgana in der Wüste. Aber irgendwann würde sich von ganz allein eine Gelegenheit bieten. Wenn ich bis dahin noch am Leben bin.

Der Lift brachte uns beide, Birkin und mich, zum Hochsicherheitsbereich, zu dem Ort, wo wir sie zum ersten Mal gesehen hatten. Chef-Entwickler John, Birkins Nachfolger, erwartete uns dort. Er war aus dem Chicagoer Labor hierher versetzt worden, und es hieß, er wäre ein exzellenter Wissenschaftler, doch mir erschien er viel zu normal, um für dieses Labor zu arbeiten.

Er hatte Zweifel aufgrund der mit diesen Forschungen einhergehenden Grausamkeiten und bat seinen Vorgesetzten, diese Situation zu korrigieren. Das hatte genügend Aufmerksamkeit erregt, sogar bei mir im Informationsbüro. Alle waren der Meinung, dass es nur er gewesen sein konnte, wenn irgendwelche Informationen nach außen dringen würden. Wir ignorierten John und konzentrierten uns darauf, Lisa endgültig zu erlösen. Sie zu töten.

Sie hatte tatsächlich nach der Übernahme von Nemesis ein wenig Intelligenz zurückgewonnen, doch es führte zu nichts, außer dass sie begonnen hatte, sich eigenartig zu benehmen. Ihr extrem seltsames Verhalten eskalierte in immer neuen Varianten. In diesen Tagen schälte sie die Haut der Gesichter von anderen Frauen ab und trug sie über ihrem eigenen. Alte Aufzeichnungen zeigten, dass sie sich auf dieselbe Art benommen hatte, bevor sie das erste Mal das "Founder Virus" bekommen hatte. Wir waren uns nie sicher gewesen, was sie so reagieren ließ, aber ihre Beseitigung war beschlossene Sache, als ihr der dritte Forscher zum Opfer gefallen war.

Nun, da die Erforschung des „G-Virus“ auf ihrem Weg zum Erfolg war, hatte sie ihren Status als wertvolle Versuchsperson verloren und war somit überflüssig.

3 Tage lang wurde überprüft und bestätigt, dass ihr Leichnam keinerlei Lebenszeichen mehr zeigte, erst dann wurde sie auf endgültigen Befehl des Labor-Managers weggebracht.

Selbst jetzt wusste ich immer noch nicht, wer sie war und warum zur Hölle sie überhaupt dorthin gebracht worden war.

Natürlich war das genau dasselbe, wie mit all den anderen Versuchspersonen.

In jedem Falle, wäre sie nicht dagewesen, hätte das "G-Virus" Projekt vermutlich niemals existiert, und in diesem Falle würde die Situation für Birkin und mich ganz anders aussehen.

Als ich das Arclay Labor verließ, dachte ich noch lange über Lisa nach.

Wie berechnent ist Spencer wirklich?

 

1 Kommentar Excella Gionne am 15.5.09 13:56, kommentieren

Weskers Report.1

Mein Name ist Albert Wesker.

 Es war einmal mein einziger Ehrgeiz, einer der leitenden Forscher bei der "Umbrella Inc." zu werden, offiziell ein legales pharmazeutisches Unternehmen, inoffiziell eine geheime Anlage zur Entwicklung bio-organischer Waffen, besser bekannt als "B.O.W."

Doch auf dem Ausbildungsgelände in Raccoon City lernte ich einen jungen, aber äußerst brillianten und talentierten Forscher kennen, der mich später auf einen ganz anderen Weg brachte: Dr. William Birkin

Birkin und ich arbeiteten einige Jahre gemeinsam als Forscher am T-Virus-Projekt in den geheimen Laboren von Umbrella, dann ließ ich aus mehr oder weniger "privaten Gründen" bei den S.T.A.R.S. (Special Tactics and Rescue Squad) anheuern, einer Sondereinheit des Raccoon City Police Department, wo ich als Captain die Leitung der einzelnen Teams übernahm.

Es war es nicht ungewöhnlich, als Umbrella-Angestellter auch für die Polizei zu arbeiten, um deren eigentliche Tätigkeit zu sichern und natürlich zu vertuschen. Das Firmen-Krisenmanagement achtete peinlich genau darauf, dass immer ausreichend "Aufpasser" in allen Bereichen auf ihrer Gehaltsliste standen.

Als Leiter der S.T.A.R.S. führte ich alle möglichen Spionageaktionen für Umbrella durch. Während der loyalen Ausübung meines Dienstes schmiedete ich jedoch insgeheim meine eigenen Pläne und wartete nur auf den richtigen Moment für ihre Umsetzung. Dann endlich bot sich eine Gelegenheit…

24. Juli 1998:

Auslöser dieser Situation war ein Mordfall in den Arklay-Wäldern in der Nähe des Spencer-Herrenhauses. Dieses Herrenhaus war gleichzeitig Umbrellas geheimes B.O.W.-Labor und bald gab es unmissverständliche Anzeichen dafür, dass das dort "in Entwicklung befindliche" T-Virus mit diesem Mord in Verbindung stand.

Zunächst wies mich Umbrella unter der Hand an, die S.T.A.R.S. aus dem Fall herauszuhalten. Doch als die Entrüstung in der Bevölkerung zunahm und die Medien das ihre taten, hatten die S.T.A.R.S. keine Wahl mehr und mussten eingreifen.

Jetzt erhielt ich einen neuen Befehl:

Mitglieder des S.T.A.R.S.-Teams sollten in das Herrenhaus geschickt, um dort mit den B.O.W. konfrontiert und beseitigt zu werden. Anschließend sollte ich einen detaillierten Lagebericht ans Hauptquartier schicken, damit ihre Kämpfe gegen die B.O.W. als Datenanalyse dienen konnten. Anhand dieser Daten wollte sich Umbrella ein umfassendes Bild über die Gefechtstauglichkeit der B.O.W. machen.

Von den beiden S.T.A.R.S.-Teams setzte ich zuerst das Bravo-Team ein. Wie erwartet, gab die Elite der S.T.A.R.S. ihr Bestes und lieferte damit äußerst nützliche Musterdaten. Danach rüstete ich das Alpha-Team aus, um - in meiner Begleitung - das verschollene Bravo-Team zu "suchen" und zu "retten" (nur offiziell natürlich). Auch die Mitglieder des Alpha-Teams erwiesen sich als durchaus "tauglich", viele fielen den B.O.W. zum Opfer bei dem verzweifelten Versuch, etwas herauszufinden oder dem Desaster einfach nur zu entkommen.

Schließlich gab es nur noch 5 Überlebende von den ursprünglichen elf S.T.A.R.S.-Mitgliedern. Vom Alpha-Team hatten Chris Redfield, Jill Valentine und Barry Burton überlebt und vom Bravo-Team Rebecca Chambers und Enrico Marini. Jetzt war es an der Zeit, meine eigenen Pläne durchzuführen…

Kurz zuvor hatte ich nämlich - Dank Umbrellas ultimativer bio-organischer Waffe, dem Tyranten - zu einer Konkurrenzfirma von Umbrella überlaufen können. Doch um mich bei diesem Unternehmen verbindlich einkaufen zu können, musste ich ihnen Kampfdaten des Tyranten liefern.

…und die glücklichen Überlebenden der S.T.A.R.S.-Teams waren der perfekte Köder hierfür. Ich beschloß, einen von ihnen den Judas spielen zu lassen und sie so alle zum Tyranten zu locken, um so viele Daten wie mögich zu bekommen.

Der Judas war Barry Burton. Barry war ein starker und gefestigter Typ, dem Wahrheit und Gerechtigkeit über alles ging, und dem das Wichtigste im Leben seine Familie war. Er würde sich leicht manipulieren lassen, wenn man ihm dieses "Wichtigste im Leben" wegnahm… Und genau das tat ich.

Ein wenig verkalkuliert hatte ich mich allerdings mit Chris' und Jills Intelligenz und Standhaftigkeit, aber Dank des "Familienvaters" als Judas lief zunächst dennoch alles, wie vorgesehen. Die Team-Mitglieder kämpften gegen die verschiedensten Mutanten und starben, und ich sammelte fleißig alle Daten.

Doch dann wendete sich das Blatt plötzlich: Enrico vom Bravo-Team hatte irgendwie herausgefunden, was ich im Schilde führte. Ich musste ihn ausschalten, bevor er sein Wissen weitergeben konnte. Auch dazu benutzte ich Barry. Nachdem ich mir dieses Ärgernis erfolgreich vom Hals geschafft hatte, brauchte ich nur noch auf Barry zu warten, der mir schließlich die begehrte Probe in den Tyrant-Überwachungsraum brachte. Das Virus, das ich zuvor von Birkin erhalten hatte, hatte ich mir bereits selbst injiziert, nun brauchte ich nur noch das Gegenstück dazu…

Wenn ich Umbrella glauben machte, dass ich tot sei, würde es um vieles einfacher sein, mich mitsamt der Tyrant-Daten an deren Konkurrenz zu verkaufen. Und laut Birkin hatte diese Virus-Kombination eine überzeugende Wirkung. Es würde meinen Körper in eine vorrübergehende Totenstarre versetzen, um mich anschließend mit übernatürlichen Kräften zurück ins Leben zu rufen…

Aus diesem Grund hatte ich den Tyranten aus seinem künstlichen Schlummer erweckt und mich von ihm angreifen und infizieren lassen, und noch während ich das Bewusstsein verlor, war ich vollkommen überzeugt davon, dass mein ganzer Plan erfolgreich ablaufen würde.

Niemals hätte ich mir träumen lassen, dass es die S.T.A.R.S. während meiner "Abwesenheit" tatsächlich fertig gebracht hatten, diese grausame aber wichtige Schöpfung einfach zu vernichten!

Mein perfekter Plan hatte sich letztendlich doch nur als "beinahe perfekt" herausgestellt… Ich hatte den Tyranten verloren, das Wichtigste überhaupt, und das war unverzeihlich. Dafür würden die S.T.A.R.S. büßen müssen!

Von diesem Zeitpunkt an bahnte ich mir meinen Weg rücksichtslos, und alles und jeder, der zwischen mir und meinem Ziel stand, wurde ohne Gnade ausgeschaltet.. Mein "Selbstexperiment" hatte mich zwar jegliche Art von Menschlichkeit gekostet, aber im Hinblick darauf, was ich dafür bekommen hatte, konnte ich damit leben. Mitleid, Freude, Trauer…. Das alles existierte für mich nicht mehr. Dafür war ich zu einem intelligenten, kraftvollen und pfeilschnellen Monster geworden!

Einzig meine Augen verrieten, dass ich kein "normaler Mensch" mehr war… So ist es nun seit langem und so wird es auch bleiben.

September 1998:

Seit dem Vorfall im Herrenhaus sind nun 2 Monate vergangen. Um mir zurückzuholen, was ich verloren hatte, arbeitete ich in meiner neuen Organisation mit Ada Wong zusammen, einer Agentin, die ihrerseits zu Spionagezwecken zu Umbrella geschickt worden war. Ada sollte dort den neuen, fortschrittlicheren "G-Virus" entwenden, während ich unsichtbar blieb und die Fäden aus dem Hintergrund zog. Schließlich war ich ein toter Mann.

Den Hauptentwickler des G-Virus bei Umbrella kannte ich sehr gut: mein ehemaliger Kollege Dr. William Birkin Birkin, der an absolut nichts Anderem interessiert war, als an seiner eigenen Forschungsarbeit… Birkin hatte keine Ahnung, wie knallhart Umbrella vorging, wenn es um ihren eigenen Profit ging. Sie forderten endlich Ergebnisse, doch Birkin hatte sie immer wieder hingehalten und mehr Zeit gefordert. Aber Umbrella spielte keine Spielchen… Es war an der Zeit, ihm das G-Virus wegnehmen und ihn zu beseitigen.

Auch wir wollten diesen heißbegehrten Virus, doch das bereits entsandte Bergungsteam unter Hunks Führung kam uns leider zuvor. Als sie Birkin in den unterirdischen Laboratorien erwischten, hatte er sich die einzig verfügbare Probe des G-Virus aus lauter Verzweifelung selbst injiziert, um sie für niemand anderen zugänglich zu machen. Es war SEIN Lebenswerk, und er hatte es für sich allein behalten wollen, koste es, was es wolle…

Er war zu seiner eigenen grausamen Schöpfung mutiert und dezimierte das Bergungsteam kurzerhand auf ein Minimum.

Niemand hatte der kleinen Ampulle Beachtung geschenkt, die zerbrochen auf dem Boden lag… Etwas später, als der lautstarke Tumult in den den unterirdischen Räumen und Gängen aufgehört hatte, entdeckten dafür einige Ratten die ausgelaufene Flüssigkeit. Dank dieser Ratten konnte sich der T-Virus in Windeseile in ganz Raccoon City ausbreiten, und Umbrella stand urplötzlich vor ihrer allergrößten Krise.

28. September 1998:

Mehr und mehr Bürger infizierten sich gegenseitig mit dem Virus und wurden allesamt zu Zombies, und so nahm das grausame Schicksal der Stadt endgültig seinen Lauf.

Mitten in dieses Chaos schickte Umbrella Europa eine völlig neu entwickelte B.O.W. namens NEMESIS, um endlich alle noch lebenden S.T.A.R.S. wirkungsvoll zu vernichten, denn deren Wissen durfte niemals an die Öffentlichkeit gelangen.

Unsere Organisation musste die NEMESIS-Daten unbedingt auch in die Hände bekommen…

29. September 1998:

Aber der junge R.P.D.-Polizist Leon Kennedy und Chris Redfields Schwester Claire entkamen Nemesis, und so setzte Umbrella einen weiteren Tyranten ein, der sich um die beiden kümmern sollte, bevor sie ihre Geheimniss preisgeben konnten.

Und dann tat sich eine neue Hoffnung auf:

Ich fand heraus, dass Birkin seine Forschungsergebnisse immer im Kettenanhänger seiner Tochter Sherry versteckt hatte. War es tatsächlich möglich, dass sich dort auch eine Probe des G-Virus befand??? Während Umbrella mit ihren Vertuschungsaktionen beschäftigt war, mussten wir uns Sherry als Erste schnappen.

Während ich, der Tote, nach wie vor aus dem Hintergrund agierte, schickte ich Ada als verdeckte Ermittlerin los, um Sherrys Aufenthaltsort herauszubekommen. Die Pflicht und einzige Aufgabe eines Spiones ist seine Mission, die er wie eine Maschine durchzuführen hat, ohne sich von Gefühlen beeinflussen zu lassen.

Doch Ada stieß bei ihren Ermittlungen auf besagten Leon S. Kennedy, und nach kurzer Zeit war es offensichtlich, dass sie eine Art Zuneigung für ihn empfand.

Mein Instinkt verriet mir, dass Gefahr im Anzug war. Es musste etwas geschehen. Rasch! Aber ich kam zu spät…

Leon war tatsächlich vor ihr in den Besitz der G-Virus-Probe aus Sherrys Anhänger gekommen und Ada…. Nun, sie brachte es nicht fertig, auf ihn zu schießen… Ihre Zuneigung zu diesem Mann wurde ihr (und mir) zum Verhängnis, denn noch während sie ihm gegenüber stand und zögerte, ihre Waffe abzufeuern, um endlich an diese verdammte Probe zu kommen, wurde sie hinterrücks von Annette, William Birkins Frau, niedergeschossen, bevor sie selbst tot zusammenbrach. Ada kippte über das Geländer und wäre in die Tiefe gestürzt, hätte Leon nicht in letzter Sekunde ihre Hand zu fassen bekommen und sie festgehalten. Doch Ada schien plötzlich zu bereuen, was sie tat und entschied sich für den sicheren Tod. Sie ließ seine Hand los.

Und nun? Aus Wut, Trotz und Verzweiflung holte Leon weit aus und warf die kostbare Ampulle ebenfalls in den Abgrund…

Ich entschied, dass Ada mir dennoch von Nutzen sein konnte, aber dazu musste ich ihr Leben retten. Meine Leute suchten fieberhaft nach der Ampulle, die Leon weggeworfen hatte, doch auch diesmal war Hunk um einen Bruchteil schneller. Hunk war der einzige des Umbrella-Bergungsteams, der Birkin entkommen war, und er war offensichtlich immer noch auf der Jagd.

30. September 1998:

Leon und Claire Redfield waren immer noch am leben. Jetzt blieb uns nichts anderes mehr übrig, als den mutierten Birkin als Musterexemplar zurückzubringen und ihn auf die beiden anzusetzen, um sie erstens zu beseitigen und zweitens seine Kampfdaten zu ermitteln. Auch Birkin verlor letztendlich gegen die beiden, allerdings hielten wir endlich eine Probe des G-Virus in den Händen, die wir aus seiner Leiche extrahieren konnten.

01. Oktober 1998:

Heute Morgen hat die Regierung ganz Raccoon City bombadiert, um die Virusinfektion einzudämmen. Das war selbstverständlich nicht der wahre Grund, aber die Medien machten es der Welt glauben.

Etwas später erfuhr ich, dass Claire Redfield nach Europa aufgebrochen ist, um nach ihrem verschollenen Bruder Chris zu suchen. Und Leon? Nun, er hatte sich statt dessen einer Untergrund-Organisation angeschlossen, die im Verborgenen gegen Umbrella ermittelte, um Beweise für ihre illegale Tätigkeit und deren Folgen zu bekommen.

Und Sherry ist jetzt sicher in unserer Hand. Ich würde Birkin niemals unterschätzen. Irgend etwas hatte es mit diesem kleinen Mädchen auf sich…

 

Excella Gionne am 15.5.09 13:55, kommentieren

Die Umbrella-Organisation:

Um 1950:

Eine Gruppe Wissenschaftler, darunter Dr. James Marcus, Lord Edward Ashford and Ozwell E. Spencer, entdecken den Muttervirus und erkennen dessen Potenzial zur Herstellung von bioorganischen Waffen.

1953:

Kenneth J. Sullivan wird geboren, Kundschafter des S.T.A.R.S. Bravo-Teams. Ken stirbt am 23.07.98 im Spencer-Herrenhaus durch einem Zombie-Angriff, den er selbst auf seiner Videokamera festhält.

1957:

Enrico Marini wird geboren, Captain des S.T.A.R.S. Bravo-Teams. Enrico findet heraus, dass es einen Verräter unter ihnen gibt, doch bevor er dies jemandem anvertrauen kann, wird er hinterhältig erschossen.

1960:

Albert Wesker wird geboren (Doppelagent). Wesker wird Captain des S.T.A.R.S. Alpha-Teams, verrät jedoch die S.T.A.R.S. im Namen von Umbrella Inc., bevor er auch Umbrella mit einer unbekannten Firma hintergeht.

1960:

B-arry Burton wird geboren. Zunächst S.W.A.T. Member, dann Mitglied des S.T.A.R.S. Bravo-Teams, wo er von Albert Wesker zum Falschspiel gezwungen wird, indem er seine Familie bedroht. Burton ist Waffenliebhaber und ausgezeichneter Hubschrauberpilot.

Anfang der 1960er:

Alexander Ashford absolviert die Hochschule mit Ph.D. in Biogenetik und arbeitet von nun zusammen mit seinem Vater Edward an der Erforschung des Muttervirus. Michael Warren, ein Ingenieur, zieht nach Raccoon City und beginnt seine Arbeit am städtischen Drahtseilbahn-System. Er wird schließlich zum Bürgermeister der Stadt.

1963:

Ozwell Spencer heuert den berühmten New Yorker Architekten George Trevor an, um ein riesiges Herrenhaus in den Arklay-Wäldern zu errichten.

1963:

Brad Vickers wird geboren, Mitglied des Alpha-Teams und Pilot. Berüchtigt als "Angsthase" fliegt er sein Team mit dem Helikopter zu dem verpfuschten Rettungseinsatz beim Spencer-Herrenhaus, und lässt es dort prompt feige im Stich.

Sommer 1967:

Der erste "Special Tactics and Rescue Squad" (S.T.A.R.S.) wird gebildet, Sondereinheit des New Yorker Police Department (N.Y.P.D.). Diese Einheit wird auf okkulten Terrorismus innerhalb der Stadt spezialisiert.

Herbst 1967:

Der Bau des Spencer-Herrenhauses ist abgeschlossen. Das Gebäude beherbergt eine Vielzahl an geheimen Passagen, die nur Spencer und Trevor kennen.

10.11.1967:

Auf Spencers Einladung hin besuchen George Trevors Frau Jessica und ihre Tochter Lisa das Spencer-Herrenhaus, während George geschäftlich in New York aufgehalten wird. Jessica und Lisa Trevor werden die ersten Opfer des Muttervirus.

13.11.1967: George Trevor trifft endlich im Spencer-Herrenhaus ein, wo ihm Spencer eröffnet, dass seine Frau und Tochter wieder abgereist seien, um ihre Tante Emma zu besuchen, die plötzlich unerwartet krank geworden sei.

14.11.1967:

Während er Trevor durch das Anwesen führt, erzählt Spencer ihm von seiner Absicht, ein großes pharmazeutisches Unternehmen mit dem Namen "Umbrella" ins Leben zu rufen. Das Herrenhaus soll ein Wochenend-Rückzugsort für die leitenden Angestellten sein. Lisa Trevor erholt sich wieder, mutiert jedoch durch den ihr injizierten Muttervirus.

15.11.1967:

Es wird Lisa gestattet, gemeinsam mit ihrer Mutter zu essen. Da Lisa jedoch nun in fortgeschrittenem Stadium mutiert ist, hält sie ihre Mutter für eine Fälschung. Sie zieht ihr das Gesicht ab und setzt es sich selbst auf. Jessica Trevor wird für tot erklärt.

18.11.1967: George Trevor beginnt, sich ernsthafte Sorgen um seine Familie zu machen, kann jedoch kein Telefon finden. Er entdeckt jedoch einen Tunnel im Hof der Anlage, der in seinen eigenen Bauplänen nicht berücksichtigt war.

21.11.1967:

Als Trevor versucht, die Spencer-Anlage zu verlassen, wird er gewaltsam von einigen Männern in eine Galerie gebracht, deren Gemälde Geburt und Tod eines Mannes schildern. Einer der Männer unterrichtet George davon, dass seine Familie tot sei und verabreicht ihm ein Beruhigungsmittel.

24.11.1967: George Trevor wird in einem Raum mit seltsamen, ameisenartigen Kreaturen eingesperrt. Einer von Spencers Männern setzt ihn davon in Kenntnis, dass er eliminiert werden müsste, um die Geheimnisse des Herrenhauses zu bewahren.

27.11.1967:

Trevor entkommt seinem Gefängnisraum, jedoch nicht dem Herrenhaus. Er kann sich nicht mehr daran erinnern, wie die Rätsel und Fallen der Anlage zu lösen sind. Er beginnt, den Verstand zu verlieren.

30.11.1967:

Trevor erinnert sich an den Aufbau des Herrenhauses und findet einen geheimen Korridor, der in das Labor unterhalb der Anlage führt. Sein Gesundheitszustand verschlechtert sich weiter.

07.12.1967:

Halb verhungert und verdurstet kriecht Trevor in einen Geheimgang im Herrenhaus, wo er einen Grabstein findet, der seinen eigenen Namen trägt. Schlagartig wird ihm klar, dass Spencer sein Ableben von Anfang an geplant hatte. George Trevor legt sich nieder und stirbt.

1968:

Edward Ashford, Dr. James Marcus und Ozwell Spencer gründen die "Umbrella Chemical Inc." als Tarnung für ihre Entwicklung von bioorganischen Waffen (BOW). Kurz darauf stirbt Edward Ashford eines natürlichen Todes.

1969:

Forest Speyer wird geboren. Mitglied des S.T.A.R.S. Bravo-Teams, Scharfschütze und Fahrzeugspezialist. Forest stirbt am 23.07.98 auf einem Balkon des Spencer-Herrenhauses, getötet durch ein unbekanntes Wesen.

1970:

Alexander Ashford schließt seine Arbeiten in einer geheimen Forschungsanlage in der Antarktis ab. Er arbeitet selbständig weiter an der Entwicklung des "Veronica-Virus", benannt nach seiner glorreichen Vorfahrin. Alexander isoliert das Gen, das für die menschliche Intelligenz verantwortlich ist. Er pflanzt Gene seiner berühmten Vorfahrin Veronica in das Ei einer Ersatzmutter ein. Neun Monate später werden Alfred und Alexia Ashford geboren.

1971:

Joseph Frost wird geboren. Fahrzeugspezialist des S.T.A.R.S. Bravo-Teams, der auf Befehl von Captain Albert Wesker das Alpha-Team begleitet. Frost stirbt am 23.07.98 in der Nähe des Herrenhauses, zerfleischt von infizierten Zombie-Hunden (Cerberus).

1972: Eine Raccoon City-Einheit der S.T.A.R.S. wird ins Leben gerufen.

1973:

Chris Redfield wird geboren, Mitglied des S.T.A.R.S. Alpha-Teams. Von der Air Force unehrenhaft entlassen, wird er durch * Burton in das S.T.A.R.S. Team geholt. Chris überlebt das Herrenhaus-Desaster und begibt sich anschließend nach Frankreich, um im dortigen Hauptsitz von Umbrella nach Informationen zu suchen.

Mitte der 1970er (geschätzt): Umbrella Chemical Inc. erlangt internationalen Status und wird zur "Umbrella Corporation". 8 Meilen von Raccoon City entfernt wird eine Schulungsanlage für leitende Angestellte eingerichtet. Dr. James Marcus wird Direktor dieser Anlage.

1975:

Richard Aiken wird geboren, Mitglied des S.T.A.R.S. Bravo-Teams, Spezialist in Kommunikation. Richard wird am 23.07.98 im Spencer-Herrenhaus von einer giftigen Riesenschlange zu Tode gebissen.

14.02.1975:

Jill Valentine wird geboren, Mitglied des S.T.A.R.S. Alpha-Teams. Jill überlebt sowohl den Horror des Spencer-Herrenhauses als auch die Zerstörung von Raccoon City. Kurz darauf verlässt sie die S.T.A.R.S. Jill ist jedoch noch immer aktiv.

18.01.1976:

Roadtrain wurde in Delmenhorst gebohren. (ob das jemand merkt ?)

03.06.1978:

Nach monatelanger Forschung an dem von den Umbrella-Gründern entdeckten Muttervirus verschwindet Dr. James Marcus urplötzlich. Die Schulungsanlage wird umgehend geschlossen.

31.07.1978:

Albert Wesker und William Birkin kommen als Chef-Forscher in das Arklay-Laboratorium. Sie ignorieren den Umbrella-Präsidenten und halten sich von anderen Mitarbeitern fern. Sie beginnen, den Ebola-Virus zu erforschen, um daraus den späteren T-Virus, eine bioorganische Waffe (B.O.W.-Wesen) zu erschaffen. Wesker stößt zuerst auf die "Frau", eine Kreatur, die seit ihrer ersten Injektion am 10.11.67 ständig verschiedensten Virus-Infektionen ausgesetzt worden war.

1980:

Rebecca Chambers wird geboren, Mitglied des S.T.A.R.S. Bravo-Teams Medic. Rebecca hat eine medizinische Ausbildung und spielt in ihrer Freizeit gern Klavier. Einen Tag bevor das Alpha-Team in den Raccoon Wäldern ankommt, erkundet sie einen mysteriösen Zug. Später schießt Albert Wesker auf sie, doch sie überlebt Dank einer kugelsicheren Weste und kann dem Herrenhaus entkommen. Rebecca ist immer noch aktiv.

1981:

Steve Burnside wird geboren, unreifer aber gutherziger Junge. Steve wird mit seinem Vater auf der abgelegenen Gefängnisinsel "Rockfort Island" von Umbrella Inc. gefangen gehalten.

27.07.1981:

Die 10jährige Alexia Ashford absolviert die Hochschule als Klassenbeste und wird von Umbrella eingestellt, um ihren Vater, Alexander Ashford, bei der Forschung am Veronica-Virus zu unterstützen.

08.12.1981:

Der 10jährige Alfred Ashford konstruiert und baut eine militärische Trainingsanlage auf Rockfort Island. Anschließend überwacht er die geheime Ausbildung von Umbrellas Söldnern.

30.01.1983 (Alfreds Tagebuch): Im geheimen Umbrella Antarktislabor führt Alfred Ashford ein Tagebuch, in dem er einen versteckten Korridor beschreibt, dessen Zugang nur durch die Benutzung von drei Familienjuwelen ermöglicht wird. Er hat jedoch keinen Zugriff auf den Juwel seines Vaters.

17.02.1983 (Alfreds Tagebuch):

Alfred ist endlich im Besitz aller drei Familienjuwelen und gelangt in den versiegelten Raum. Dort macht er eine schockierende Entdeckung: Seine DNA ist die Kreuzung einer seiner Vorfahren und einer Leihmutter. Sie beide, Alfred und Alexia, sind das Ergebnis eines Experimentes! Wütend und enttäuscht darüber, dass sein Vater Alexia auserwählt hatte (sie bekam Genialität und Intelligenz, nicht er), beschließt Alfred, sich für den Pfusch bei seiner Entstehung zu rächen.

03.03.1983 (Alfreds Tagebuch):

Alfred und Alexia beginnen, mit dem T-Veronica-Virus an einem verfügbaren menschlichen Körper zu experimentieren - höchstwahscheinlich ihrem eigenen Vater. Alfred ist besorgt, dass ihr Familien-Butler ihr makaberes Experiment herausbekommt.

22.04.1983 (Alfreds Tagebuch):

Aus Alexander Ashford ist ein missgebildetes, mutiertes Wesen geworden, der unter dem Namen "Nosferatu" bekannt wird. Er wird in einem geheimen Kellerraum des Antarktis-Labors eingesperrt. Alexia fährt inzwischen mit Experimenten an sich selbst fort, dann eröffnet sie ihrem Bruder, dass sie sich für 15 Jahre einfrieren werden muss, damit der T-Veronica-Virus sie vollständig vereinnahmen kann. Alfred, nun einsam und verlassen, beginnt, geistig zu entarten.

31.12.1983 (Weskers Report II):

Wesker hört, dass Alexia gestorben sei, nachdem sie sich den T-Veronica-Virus selbst injiziert hat. Er kann sich jedoch nicht auf Alfreds Hilfe bei den Forschungen verlassen. Wesker fragt sich zum ersten Mal, warum Ozwell Spencer sein Labor ausgerechnet hier inmitten der Arklay-Wälder errichten ließ, zumal er davon ausgeht, dass andere Spezies (tierischen und pflanzlichen Ursprungs) mit dem Virus infiziert werden könnten. Er erkennt, dass der Bau eines Labors in der Antarktis doch gar nicht so verrückt war. Die "Pleite" damals im Laboratrium (mit der infizierten Frau 1967) war längst vergessen. Weskers wahre Absichten - er war von einer anderen Organisation bei Umbrella eingeschleust worden - bleiben unerkannt.

1986:

Geburt von Sherry Birkin, Tochter der Umbrella-Wissenschaftler Dr. William Birkin und Annette Birkin. Sherry trägt ein kleines Amulett um den Hals, worin eine Probe des G-Virus versteckt ist. Sie wird vermutlich von Albert Weskers Leuten gegen ihren Willen festgehalten.

1987:

Michael Warren, der wegen der Drahtseilbahn nach Raccoon City gekommen war, wird von den Bürgern zum Bürgermeister gewählt. Unter seiner vorsichtigen Führung entwickelt die Gemeinde eine enge Beziehung zu Umbrella. Mehr als die Hälfte der Bürger arbeitet für eines der verschiedenen Umbrella-Firmenzweige. Warren hält an seiner Position fest, bis die Stadt zerstört wird. Er stirbt schließlich bei der nuklearen Explosion.

1988 (Weskers Report II):

Wesker kann nicht glauben, dass Birkin an solch einem Ort mit seiner Arbeit vorankommt, vor allem, weil sie mit der Arbeit am Tyranten begonnen haben, einem genetisch hochentwickelten Soldaten. Leider überleben nur sehr wenige "Testobjekte" mit dem Virus in ihnen; die meisten werden zu Zombies. Nur 10 Personen in den USA haben die richtige DNA dafür. Als er von dem kürzlich bei Umbrella Frankreich gestarteten Nemesis-Projekt hört, erkennt Wesker, dass daraus ein überragender Soldat entwickelt werden kann und bittet um eine entsprechende Probe des Prototypen, die sie am 1. Juli 1988 erhalten. Da der Nemesis-Parasit nur eine geringe Lebenserwartung außerhalb des Wirtes hat, beschließt Wesker, der "Frau" den Parasiten einzupflanzen. Das Ergebnis ist überraschend. Sie vereinnahmt den Parasiten und überlebt. Wesker stellt seine Forschungen komplett um und beginnt erneut, an der "Pleite" zu arbeiten.

1989:

Birkin und Wesker bekommen die Erlaubnis zur Erforschung und Entwicklung des G-Virus. Ein neues Geheimlabor wird unterhalb des Bahnhofgeländes von Raccoon City errichtet. Wesker bewirbt sich in Umbrellas Informationsbüro.

1992:

Michael Warren nimmt immer mehr von Umbrellas großzügigen "wohltätigen" Spenden an. Mit dem Geld wird ein Krankenhaus gebaut, eine gemeinnützige Anlage, ein Stadtrat-Gebäude und hilft, die "öffentliche Ordnung" aufrecht zu erhalten. Zum Gedenken an seine Leistungen wird eine Statue im Vorhof des Stadtrat-Gebäudes aufgestellt.

1993:

Der neue Polizeidirektor von Raccoon City, Chief Brian Irons, beginnt, Schmiergelder von Umbrealla Inc. anzunehmen, um über das plötzliche Verschwinden von Bürgern, Umbreallas "Versuchsgebiete" und andere Greueltaten hinwegzusehen. Chief Irons wird immer unberechenbarer.

31.07.1995 (Weskers Report II):

Nach vier Jahren Abwesenheit kehrt Albert Wesker ins Arklay-Labor zurück. Birkin leitet nun die G-Virus-Experimente, die Wesker begonnen hatte. Der G-Virus lässt seinen Wirt stetig weitermutieren und wird zu einer Kreatur, die sich selbst von den Toten auferstehen lässt. Spencer verbringt immer weniger Zeit in den Raccoon-Anlagen. Ein neuer leitender Forscher namens 'John' trifft ein, und die Experimente mit der "Frau" erzeugen immer mehr Brutalität. Sie reißt unachtsamen Forschern die Haut vom Gesicht und zieht es sich über ihren buckeligen Rücken. Sie wird vernichtet, und Wesker fragt sich, was Spencer noch alles für Umbrella auf Lager hat.

1996:

Während Michael Warren und Polizeichef Irons damit beschäftigt sind, alle Proteste abzublocken, erhält Umbrella die Genehmigung, das Arklay-Laboratorium in der Nähe des Spencer-Herrenhauses zu bauen, weit ab vom Hauptgeschäftsgebiet, jedoch noch innerhalb der Grenzen von Raccoon City.

1997:

* Burton kündigt seinen Job als Feldwebel bei der S.W.A.T. Einheit, um voll bei den S.T.A.R.S. einzusteigen. * heuert Chris Redfield an und beide ziehen nach Raccoon City, um die dortigen S.T.A.R.S. zu unterstützen.

Spionin Ada Wong schleicht sich in die Umbrella Corporation ein, um mehr Informationen über deren Viren-Forschung zu bekommen. Zu diesem Zweck geht sie ein Verhältnis mit dem neuen Forscher John ein.

Das Raccoon City Polizeirevier zieht in die leer stehende städtische Kunstgalerie um. Die Kunstgegenstände verbleiben in dem Gebäude, doch viele weitere kostspielige Gemälde und Statuen werden bald angeliefert. Sie gehören Chief Brian Irons.

Winter 1997:

* Burton verlässt seinen Job, um Albert Wesker zu helfen, eine neue S.T.A.R.S.-Abteilung im neuen Polizeirevier von Raccoon City einzurichten. Mit Chief Irons Einverständnis beginnen sie, neue Mitglieder einzustellen.

06.04.1998:

Chief Irons droht seiner Sekretärin und verbietet ihr, die Statuen im Flur des oberen Stockwerkes des Polizeireviers zu verschieben. Seine Launen werden immer unberechenbarer.

07.04.1998:

Chief Irons Sekretärin forscht ein bisschen über ihn nach und findet heraus, dass jedes seiner Kunstgegenstände mehrere Hunderttausend Dollar wert sind. Sie fragt sich, woher das viele Geld stammen könnte.

25.04.1998 (Tagebuch eines Managers):

Ein Techniker wurde angestellt, um sich um das Labor und die "Abfallbeseitigung" zu kümmern. Das Labor ist nahe des Herrenhauses, getarnt als Fabrik.

Tagebuch eines Wärters:

Der Wärter muss auf eine neue Spezies aufpassen, wobei es sich um ein "Chimera" handeln könnte. Das Biest reißt seinem Fleisch (wilde Schweine) Beine und Gedärme heraus, bevor es frisst.

Tagebuch der Sekretärin:

Chief Irons hat ein neues grauenvolles Gemälde erworben: Ein nackter Mensch, der gehängt wird.

11.05.1998:

Völlig unerwartet greift der für tot gehaltene Dr. James Marcus mit seinen Leeches (von Marcus gezüchtete Riesen-Blutegel) das Herrenhaus sowie das Arklay-Labor an. Die Wachen haben keine Chance, ihn aufzuhalten. Dabei wird der T-Virus freigesetzt, und der schier aussichtslose Kampf ums Überleben beginnt…

11.05.1998 (Wärters Tagebuch):

Der Ausbruch des T-Virus hat die sofortige hermetische Abriegelung des Untergeschosses des Arklay-Labors (mit allem, was darin ist) zur Folge. Der Wärter zieht einen Schutzanzug an. Einer der Forscher dreht vor Wut durch, zerstört einen Wassertank und überflutet die unteren Räume des Herrenhauses, wobei einige mit dem T-Virus infizierte Haie freigesetzt werden.

12.05.1998 (Wärters Tagebuch):

Nach 24 Stunden im Schutzanzug fühlt sich der Wärter "muffig" und "juckend". Er denkt nicht mehr klar und rationell und weigert sich, die Hunde zu füttern.

13.05.1998 (Wärters Tagebuch):

Der Wärter begibt sich in die Labor-Klinik, als sein juckender Rücken anschwillt. Man zieht ihm den Schutzanzug aus und verbindet seinen Rücken.

Gefangenen-Tagebuch:

Einer der Gefangenen auf Rockfort Island beschwert sich über den Todesgestank in der Zelle. Er teilt sich ein Etagenbett mit einem "interessanten" Kerl namens Bob.

14.05.1998 (Wärters Tagebuch):

Der Wärter bekommt eine Blase am Fuß. Er humpelt zum Hundepferch. Einige der Hunde sind entwischt.

Managers Tagebuch:

Im Arklay Labor wird ein spezielles, aber instabiles Gas getestet, welches lebende Zellen zerteilt. Umbrellas Abfallbeseitigungsanlage im Stadtpark ist fertig gestellt, aber die Systeme müssen noch besser ausgetestet werden.

15.05.1998 (Wärters Tagebuch):

Eine bewaffnete Wache hindert den Wärter daran, zu gehen oder zu telefonieren. Einer der Forscher wird beim Versuch zu fliehen erschossen. Aufgrund der Chemikalien im Wasser des überfluteten Kellergeschosses wächst die Pflanze an Punkt 42 im Schlafsaalgebäude jetzt schneller.

16.05.1998 (Wärters Tagebuch):

In der Nacht, als ein Wissenschaftler beim Fluchtversuch erschossen wird, fällt dem Wärter ein Stück verfaultes Fleisch vom Arm.

Gefangenen-Tagebuch:

Bob sagt, dass er Alfred Ashfords Assistent war, bevor er wegen einem "winzig kleinen Fehler" eingesperrt wurde.

19.05.1998 (Wärters Tagebuch):

Die T-Virus-Metamorphose ist beinahe abgeschlossen. Der Wärter greift die Wache an und isst sie.

20.05.1998:

Die Leiche einer Anhalterin wird am Ufer des Marble River gefunden. Ihr Körper weist tierische Bisswunden auf.

Managers Tagebuch:

Obwohl im Besitz der Schlüsselkarte wird der Manager versehentlich im Behandlungsraum im Arklay-Labor eingeschlossen.

Gefangenen-Tagebuch:

Bob wird vom Militär in ein Gebäude gebracht, von wo noch niemand zurückgekehrt ist.

21.05.1998:

Bericht über Pflanze 42: Umbrella-Forscher Henry Sarton schreibt über eine mutierte Pflanze, die ihre Opfer entweder mit ihren Armen zerquetscht oder ihnen mit ihren Ranken das Blut aussaugt. Dieser Pflanze sind bereits mehrere Forscher zum Opfer gefallen.

27.05.1998:

Die Raccoon Times schreibt über die Leiche der Anhalterin. Die Polizei glaubt an einen Angriff von einem Grizzly-Bären.

07.06.1998 (Managers Tagebuch):

Die Angestellten werden langsam widerspenstig und wollen ihre Arbeit nicht mehr vernünftig erledigen.

08.06.1998 (Forschers Tagebuch):

Ein Forscher namens John erklärt seiner Geliebten (Ada), wie man das Arklay-Labor verlassen kann. Passcodes sind ebenfalls erwähnt.

16.06.1998:

Die Raccooner Wochenzeitung veröffentlicht einen Artikel über seltsame "hundeartige" Kreaturen, die sich in den Arklay-Bergen in der Nähe des Spencer-Herrenhauses herumtreiben. Die Zeitung drängt die Menschen dazu, zu versuchen, eines dieser Kreaturen zu fotografieren oder ein Exemplar einzufangen.

28.06.1998:

Don Weller, der Chemikalien-Beförderer zwischen dem Raccoon Stadt-Labor und dem Arklay-Labor kehrt an seine Arbeit zurück, nachdem er bis am Vortag krank im Bett gelegen hatte. Dem Kanalisations-Manager fällt auf, dass Weller stark schwitzt und sich ununterbrochen kratzt.

30.06.1998:

Rebecca Chambers beginnt ihren Job als Medizinerin bei den S.T.A.R.S.

09.07.1998:

Die Raccoon Times schreibt: "Rätselhaftes in den Arklay-Bergen". Sie berichtet, dass örtliche Behörden die Straßen, die aus der Stadt führen, gesperrt haben. Zur Unterstützung der Untersuchungen werden die S.T.A.R.S. angefordert. Noch immer sind groteske Monster in der Gegend und noch mehr Familien sind verschwunden.

16.07.1998 (Managers Tagebuch):

Die Leichen der Anlage werden noch immer in der Kanalisation abgeladen, anstatt sie vorschriftsmäßig zu verbrennen. Das Entsorgungssystem der Anlage ist den Anforderungen nicht mehr gewachsen. Die Arbeiter fühlen sich unwohl, sie bekommen Medikamente, die jedoch nicht zu wirken scheinen.

22.07.1998 (White Umbrella):

Eine geheime Organisation gibt strenge Anweisungen über einen gewissen "Tag X" heraus. Mitglieder der S.T.A.R.S. sollen in ein Labor gelockt werden, um mit den mutierten Geschöpfen zu kämpfen.

Brief eines Selbstmörders:

Ein Forscher beschreibt seiner Frau ausführlich einen Virus-Ausbruch im Arklay-Labor. Er tötet seinen Kollegen mit einer verzierten Pistole, dann erhängt er sich.

23.07.1998:

Ein verlassenes Militärfahrzeug wird in den Arklay-Wäldern entdeckt. Rebecca Chambers berichtet, dass in der Nähe des Fahrzeuges Leichen von Militärpolizisten plus ein unidentifizierter Leichnam gefunden wurden.

Im Fernsehen wird über 10 Familien berichtet, die in den Arklay-Wäldern vermisst werden. Menschliche Überreste wurden in der Gegend aufgefunden.

Das S.T.A.R.S. Alpha- und Bravo-Team werden beauftragt, nach eventuellen Überlebenden zu suchen. Die Teams machen sich am Abend des 23.07.1998 bereit. Das Bravo-Team unternimmt einen ersten, flüchtigen Erkundungsflug über die unteren Waldgebiete.

24. Juli 1998:

Es ist zu spät - das Böse weilt unter uns…

Herbst 2004:

Leon S. Kennedy reist nach Spanien, um die entführte Präsidententochter aus den Fängen einer fanatischen Sekte zubefreien.

2008:

Chris Redfield ist nach Afrika/ Südamerika gereist um die Hintergründe eines Kultes zu enthüllen.

1 Kommentar Excella Gionne am 15.5.09 13:53, kommentieren

Las Plagas

Wiederentdeckt durch Osmund Saddler ,Oberhaupt des religiösen Los Illuminados Kutles, befreit von Ramon Salazar, erforscht und wiederbelebt durch Luis Sera wurden die Las Plagas schnell unter den Bewohnern der umliegenden Gegend verbreitet. Der Plaga ist ein außergewöhnlich wandlungsfähiger Organismus, der sich sowohl an Menschen, Tiere als auch Insekten binden kann. Außergewöhnlich auch deshalb, weil sie, anders als die meisten normalen Parasiten, eine gesellige Lebensformen sind, die die Nähe ihrer Artgenossen suchen, zudem verfügen sie über eine kollektive Intelligenz ähnlich eines Bienenstocks oder einer Ameisenkolonie. Die Plagas sind außerdem in der Lage sich untereinander zu verständigen, dies bewerkstelligen sie mit Tönen im Ultraschallbereich (vglbr. einer Giraffe).

Unter ihnen existiert scheinbar auch eine Rangordnung. In dieser nimmt der älteste Parasit die Postion des „Leitwolfs“ ein, welche im Spiel durch den Priester Osmund Saddler sowie dessen Untergebenen, den Kastellan Ramon Salazar und Bürgermeister Bitores Mendez verköpert wird.

Unterarten Im Verlauf des Spiels trifft man auf drei Arten von Plagas.

Die erste und zugleich häufigste Art ist ein bizarres Gewirr aus Tentakeln und Organresten des Wirts. Einer der Tentakel ist dabei stets mit einem gezackten, knöchernen Stachel bestückt, mit dem Parasit wild um sich schlägt.

Die zweite Unterart erinnert entfernt an einen Tausendfüssler. Dieser verfügt über extrem starke Kieferwerkzeuge. Befindet sich ein Opfer in Reichweite des Parasiten, schnellt dieser hervor und versucht das Opfer zu beißen. Dieser Angriff endet , ist er denn Erfolgreich, immer tödlich für den attackierten Protagonisten.

Die dritte Art ähnelt ein wenig den aus den Alien-Filmen bekannten „Facehuggern“. Sie sind die einzigen Plagas die auch getrennt vom Wirt überleben können. Werden sie „freigelegt“ attackieren sie ihren Gegner jedoch zunächst, indem sie ihn mit einem ätzenden Sekret bespucken. Wird der Schmarotzer weiter attackiert oder sein Wirt irreversibel verletzt, kapselt sich der Plaga von diesem ab und greift seinen Widersacher weiter an.

Andere Arten Nicht immer verträgt sich der Parasit mit dem Wirt. Dies hat meist eine Mutation zur Folge wodurch weiteren Unterarten entstehen. So existieren neben diesen drei Grundarten noch weitere, mehr oder weniger exotische Varianten, darunter etwa den El Gigante, den Verdugo, die Novistadores, die Colmillos, den U3, den Garrador und der Regenerator.

Letzterer trägt als einziger mehrere der Schmarotzer am Körper. Diese befinden sich unter der Haut und sind in der Lage ihren Wirt blitzartig zu regenerieren und so selbst verlorene Gliedmaßen in Sekundenschnelle nachwachsen zu lassen.

Charakteristika Wird ein Wirt mit einem Plaga infiziert, ist der Parasit in der Lage sein Opfer zu beeinflussen. Dies äußert sich meist in Form von Aggression, Gefühlskälte und reicht nicht selten zu extremer Mordlust gegenüber Nicht-Infizierten. Allen Arten ist gemein das sie extrem Lichtempfindlich sind, der Einsatz von Blendgranaten hat daher fast immer den sofortigen Tod des Plagas zur Folge. Ebenfalls eine immer gleiche Begleiterscheinung, ist die Verfärbung der Augen des Wirts in ein leuchtendes Rot, sowie eine blasse Hautfarbe.

Wachstumstadien Ursprünglich befanden sich die Plagas in einem vermeintlich ungefährlichen, mumifizierten Zustand. Da die Fossilien in diesem Zustand nutzlos waren, ließ Saddler diese von dem Forscher Luis Sera analysieren. Dieser fand heraus, dass die Plagas noch am Leben waren und sich in einem Sporen-Artigem Zustand befanden. Aus diesem Zustand erschuf Sera die erste Plaga-Probe, die sich Saddler daraufhin injizierte.

Das sich die Sporenförmigen Plagas auch in den Steinen und Felsen ihres unterirdischen Verlieses eingenistet hatten, nutzte Saddler zudem für die erste Generation seiner künftigen Ganado Armee. Da er einige der Dorfbewohner für die Ausgrabungen ausnutzte, infizierten sich diese über die Luft mit Sporen, allerdings verzögerte sich deren endgültige Ganado-Metamorphose aufgrund der weniger direkten Kontermination.

Die Plagas befinden sich Anfangs in einem Ei welches nach Aufnahme (im Spiel durch eine Injektion) in das Zentrale Nervensystem des Wirts wandert. In diesem Zustand lässt sich der Parasit noch durch einfache Medikamente Einnahme abtöten.

Nach kurzer Zeit schlüpft der Plaga und erreicht sein Larvenstadium. Er beginnt sich im bereits erste Nebenwirkungen, darunter :

  •     Wahnvorstellungen
  •     Verfärbung der Augen
  •     Krämpfe
  •     Blut in den Atemwegen
  •     Akutem Verlust der geistigen und körperlichen Kontrolle
  •     dadurch entstehende Aggressionszustände, Mordlust etc

Diese Symptome (nicht aber das Wachstum des Parasiten) können jedoch durch Einnahme von entsprechenden Medikamenten unterdrückt werden.

Bereits jetzt ist der Parasit nur noch durch eine Operation oder eine (schmerzhafte) Strahletherapie zu entfernen. Beide sind riskant und können mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit zum Tod des Wirts führen. Auch sind in diesem Stadium ältere Parasitenträger (O. Saddler) in der Lage den Wirt über den Plaga zu kontrollieren.

Adultes Stadium Der Parasit hat nun die Kontrolle über den Wirt. Er ist nun nicht mehr zu entfernen ohne den Wirt zu töten. Der Wirt ist weniger anfällig gegen äußere Verletzungen (etwa durch Schusswaffen). Das äußere Erscheinungsbild verändert sich, Haut wird blass und faltig, Augen verfärben sich rötlich.

Paradoxes Obwohl Leons Widersacher Jack Krauser ebenfalls mit einem Parasiten verbunden ist, scheint dieser weniger anfällig für die üblichen Symptome zu sein auch scheint er den Parasiten besser kontrollieren zu können als die anderen Ganados. Auch der Umstand, das Saddler Krauser misstraut, wirkt, aufgrund dessen Parasitenimfektion

1 Kommentar Excella Gionne am 15.5.09 13:52, kommentieren

G - Virus

 

Der G-Virus war das Resultat der Prototyp-Parasiten-Kreatur, welche die Basis für das Nemesis-Projekt werden würde: das NE-ï¡. Dieser Parasit, der erstaunliche Vitalität und Elastizität zeigte, wurde Lisa Trevor injiziert, wo er verschwand kurz nachdem er sich in ihrem Gehirn eingenistet hatte. Lisas Untersuchungsergebnisse nach diesem Ereignis waren die Geburt des G-Virus. Diese Entdeckung wich erheblich von der bisherigen T-Virus-Forschung ab und veranlasste William Birkin, beim Umbrella-Hauptquartier um Erlaubnis zu bitten, mit der Arbeit an einem G-Virus-Projekt zu beginnen, und sie stimmten zu. Dies führte dazu, dass das riesige Untergrundlabor in Raccoon City gebaut wurde, und bedeutete die Anfänge einer neuen Virus-Entwicklung unter den wachsamen Augen von William Birkin.

Der Hauptunterschied zwischen dem G-Virus und dem T-Virus ist, dass der G-Virus evolutionäre Prozesse in seinem Wirt auslöst, was schließlich zu völlig neuen Lebensformen führt. Der T-Virus verursacht nur Mutationen in einer einzigen Generation von Organismen, während der G-Virus sich selbst in der Form von G-Organismen reproduzieren kann. Mit anderen Worten: Durch den Virus verwüstete G-Zellen verändern den Organismus der Körperstruktur seines Wirtes grundlegend, während sie sich gleichzeitig von diesem Körper ernähren. Hierdurch erfahren die damit Infizierten eine solch dramatische Evolution. Dem G-Virus wird sogar nachgesagt, dass er Tote zum Leben erwecken kann. All dies führt unweigerlich zu dem Ergebnis, dass der G-Virus eine Erfindung von monumentaler Wichtigkeit und sogar noch fürchterlicher als der T-Virus ist.

Dieser Virus wurde jedoch niemals weiterentwickelt, Dank des egoistischen Charakters seines Schöpfers, William Birkin. Während er darüber nachdachte, zum Amerikanischen Militär überzugehen, befürchtete William, dass seine Forschung von Spencer übernommen werden würde, und er begann Pläne zu schmieden, wie er alles für sich selbst behalten konnte. Als Umbrella dies herausfand, schickten sie ein Team ihrer Sondereinheit, um den Virus zu bergen. Die Situation nahm eine drastische Wende, als William sich den Virus lieber selbst injizierte, als ihn zu übergeben. William benutzte seinen eigenen Körper, um zu demonstrieren, was er "nachträgliche Evolution der Menschheit" nannte.

G-Virus Antikörper

Ãœber die Entwicklung des G-Virus-Impfstoffes

Wie für den T-Virus existiert auch ein Gegenmittel für den G-Virus. Es wird Devil (Teufel) genannt und attackiert die G-Zellen an ihrer verwundbarsten Stelle. Wenn jemand mit dem G-Virus infiziert ist, kann sich das Embryo für die Vereinigung mit dem Wirtskörper alle benötigte Zeit nehmen, solange sich dessen Immunsystem nicht dagegen wehrt. Nach Abschluss der Vereinigung ist die Zellstruktur des Wirtskörpers komplett mit der des Virus ausgetauscht, und der Organismus entwickelt sich vollständig zu einem G-Organismus. Betrachtet man diesen Prozess von der anderen Seite, zeigt sich, dass der Einsatz von G-Antikörpern noch immer möglich ist. Solange sie sich in den frühen Stadien der Infektion befinden, bleibt genügend Zeit für die Antikörper, ihre Arbeit zu verrichten.

Devil zu produzieren erfordert eine besondere Methode, und der erste Schritt besteht darin, eine Maschine mit Namen VAM zu bestücken. Zuerst wird eine Kartusche in VAM eingesetzt, um die Gegenmittelbasis zu erhalten. Dann wird die Maschine aktiviert und die Kartusche anschließend entnommen. Diese sollte nun eine weiße Impfstoffbasis enthalten. Nachdem so die Vorbereitungen für diese Impfbasis abgeschossen sind, wird sie in das Gegenmittel-Erzeugungsgerät im Versuchsraum in Level P-4 eingesetzt. Aktiviere das Erzeugungsprogramm und der Prozess wird automatisch ausgelöst. Nach 10 Sekunden ist de Prozess abgeschlossen und das Gegenmittel ist fertig. Da jedoch das fertig gestellte Gegenmittel extrem empfindlich auf Stöße oder plötzliche Temperaturerschwankungen reagiert, ist sorgfältigste Handhabung erforderlich.

1 Kommentar Excella Gionne am 15.5.09 13:49, kommentieren